FAQs – Oft gestellte Fragen

Es gibt so viele Missionsschulen und Missionskurse. Warum soll ich mich gerade für das TGM entscheiden?

Diese Frage kannst du nur mit Gott ausmachen. Er wird dich in jene Schule führen, die für dich die richtige ist.

Dabei solltest du berücksichtigen, dass das TGM ein richtiges “Outpost” – also eine Missionsstation im Grünen – ist.  Mit Landwirtschaft, Schule und Gesundheitszentrum. Beim TGM lernst du viel mehr als einfach nur „Stoff”.  Und du bekommst zu einer sehr gründlichen evangelistisch-missionarischen Ausbildung den medizinisch-missionarischen Part dazu. Weil wir die beiden Konzepte einer umfassenden missionarischen Schule und einer medizinisch-missionarischen Ausbildung vereinigen, dauert unsere Ausbildung auch länger als andere vergleichbare Kurse. Und du wirst feststellen, wie wichtig auch die praktischen Dinge sind, die du so nebenbei mitnimmst:

  • Outreach
  • professioneller Gartenbau
  • Betrieb eines Gesundheitszentrums
  • regelmäßige Veranstaltungen
  • Planung des Mission Trips
  • Shop
  • und noch vieles mehr

Wie sehr das TGM geschätzt wird, zeigt die große Zahl von weltweiten Anfragen nach unseren Absolventen.

Wie viele Studenten nehmen pro Jahrgang am Kurs teil?

Um eine hohe Ausbildungsqualität und individuelle Förderung zu garantieren, haben wir die Größe der Gruppe auf max. zwölf Personen beschränkt.

Viele können sich unter einer Missionsschule nicht viel vorstellen. Was bedeutet Missionsschule im Allgemeinen, und wie sieht der Tagesablauf im Speziellen im TGM aus?

Ellen White definiert Missionsschule folgendermaßen:
„Der Herr ruft nach unseren Jugendlichen, die sich rasch an unseren Schulen zum Dienst ausbilden lassen. An den verschiedensten Orten außerhalb der Städte sollen dazu Schulen gegründet werden, in denen unsere Jugendlichen eine Ausbildung zur evangelistischen Arbeit und zur medizinischen Missionsarbeit erhalten.“
(GCB, June 3, 1909 par. 13)

Die Ausbildung im TGM ist ein gut ausgewogener Mix aus Jüngerschaft, Missionsarbeit, theoretischem Unterricht, praktischer Umsetzung, alles umrahmt von den dazu notwendigen handwerklichen Tätigkeiten mit dem Ziel, unsere Studenten fundiert auf die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen in ihrem zukünftigen Missionsfeld vorzubereiten.

Das dazu notwendige Wissen wird außerhalb der Newstart-Programme im Unterricht am Morgen und Nachmittag weitergegeben, während die Vormittage für die Arbeitszeit reserviert sind.

Was bedeutet Work-Study-Programm?

Eine der größten Herausforderungen der Missionsschulen ist seit deren Gründung durch Ellen G. White und Dr. Sutherland deren Selbsterhaltung. Darunter versteht man, dass Studenten und Lehrer durch ihre Tätigkeit mindestens das erwirtschaften, was sie durch den Betrieb der Schule verbrauchen (Work-Study-Programm).

Wie profitiert die Gemeinde vom TGM?

Das Ziel der Gesundheitsarbeit der Generalkonferenz bis 2015:

  • jedes Gemeindeglied ein Gesundheitsmissionar
  • jede Gemeinde ein lokales Gesundheitszentrum

Ellen G. White schrieb vor etwa 100 Jahren: „Wir haben eine Zeit erreicht, in der jedes Mitglied der Gemeinde dem medizinisch-missionarischen Werk nachgehen sollte.“ 7T 62

TGM hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Aufruf zu befolgen und jungen Menschen, die dazu bereit sind, die dazu notwendige Ausbildung zukommen zu lassen. Inzwischen haben über 100 Studenten den TGM-Kurs abgeschlossen. Viele davon sind in ihren Familien, Gemeinden sowie in in- und ausländischen Missionsgebieten zu einem großen Segen geworden.

Wodurch profitiert man als TGM-Student?

Einer unserer Studenten machte folgende Aussage: „So wertvoll diese Stunden (gemeint ist der Unterricht) waren – viel mehr noch lernten wir außerhalb des Klassenzimmers. Gott war mein Lehrer. Das war mir in meinen 42 Jahren noch nie so klar und deutlich bewusst geworden…“
Diese Aussage trifft den Nagel auf den Kopf: So sehr wir als Team und Lehrer auch bemüht sind – wir können nicht mehr bieten als ein Umfeld, an dem der Geist Gottes wirken kann, das möglichst frei ist von störenden und ablenkenden Einflüssen. Eigentlich ist es Gott, der ausbildet, den Charakter verändert, und das ganz spezifisch dort, wo es jeder Einzelne auch benötigt. Wenn die Bereitschaft zur Veränderung sowie zum Einlassen aufs Programm gegeben ist, wird in diesen zwölf Monaten unglaublich viel geschehen.

Jeder Mensch muss sich irgendwann einmal mit den drei wohl wichtigsten Fragen des Lebens auseinandersetzen:

  • Wer ist mein Gott?
  • Was wird meine Berufung?
  • (Wen) soll ich heiraten?
    Sofern diese Fragen noch nicht beantwortet sind, wird im TGM die Grundlage dazu gelegt.

Jeder Student sollte zumindestens folgende Ziele erreichen:

  • Bekehrung und zum Jünger Jesu werden
  • christliche Lebensführung (Tagesablauf, Prioritäten)
  • Bibelstunden geben und Menschen zu Jesus führen
  • Missionsarbeit den persönlichen Stärken entsprechend
  • Organisation und Durchführung von Seminaren, Öffentlichkeitsarbeit
  • Andacht und Sabbatschule halten
  • Verständnis und Grundlagen der Sanitariumsarbeit
  • Gesundheitsmission
  • Praktizieren der biblischen Gesundheits-, Heils- und Lebensstilprinzipien
  • Selbstversorgung (Gartenbau, Samengewinnung, Einlagern, Verarbeiten)
  • Grundlagen der Landschaftspflege kennen
  • Grundlagen der Betriebsorganisation kennen
  • Identifizieren und Fördern der persönlichen Stärken
  • geistliches und persönliches Wachstum

Studenten, die entsprechende Voraussetzungen mitbringen, erhalten unter anderem gute Grundlagen für folgende missionarische Aktivitäten:

  • Predigen
  • Durchführung einer Evangelisation
  • Planung und Durchführung eines Mission Trips
  • Mitarbeit im Gesundheitszentrum
  • Mitarbeit im Lehrerteam einer Missionsschule
  • Aufbau von Missionsschule/Gesundheitszentrum
  • Arbeit als Pionier in unerreichten Gebieten

Was sind unsere Pläne für die nächste Zeit?

Wir stehen vor baulichen, personellen und strukturellen Herausforderungen. Unsere wichtigsten nächsten Etappen sind:

  • Unterstützung von neuen Projekten in der Anfangsphase (z.B. Curaçao, Weißrussland, Polen, Kasachstan)
  • Ausbau der Farm (Selbstversorgung)
  • weiterer Standort in Österreich
  • mobiles Einsatzteam TGM-Mobil

Welches Ziel hat die Ausbildung im TGM?

Sie möchte gläubigen Menschen die Möglichkeit geben, in kurzer Zeit eine praxisorientierte gesundheitsmissionarische Ausbildung zu erhalten und gleichzeitig ihre Beziehung zu Gott zu vertiefen. Siehe auch Rubrik „Stellenangebote“.

Können auch „ältere Semester“ an diesem Kurs teilnehmen?

Ältere Semester sind grundsätzlich willkommen, da sie wertvolle Lebenserfahrung mitbringen. Jedoch besteht der Hauptfokus unserer Missionsschule auf jungen Erwachsenen. Eine Altersbeschränkung nach oben gibt es nicht.

Ist die Teilnahme nur getauften Adventisten vorbehalten?

Die Taufe wird empfohlen, ist aber keine Aufnahmebedingung, sofern der Teilnehmer Jesus liebt, mit den Lehren der Adventgemeinde vertraut ist, sich damit identifiziert und die Bereitschaft mitbringt, sich am gesamten Programm (inkl. Missionsarbeit) zu beteiligen.

In welcher Sprache findet der Unterricht statt?

Fast ausschließlich Englisch, in Ausnahmefällen Deutsch. Eine Übersetzung wird nicht angeboten und muss ggf. unter der Studentengruppe selbstständig organisiert werden.

Werden die Stunden für die praktische Arbeit bezahlt?

Die Arbeit ist ein Bestandteil der Ausbildung und wird nicht bezahlt.

Welche Kosten entstehen, wenn ich von meiner Anmeldung zurücktrete?

Findet die Abmeldung vor Kursbeginn statt, entstehen keine weiteren Kosten.

Welche Kosten entstehen, wenn ich während der Ausbildung ausscheide?

Diese Kosten sind im Schulvertrag (Handbuch) geregelt.

Was geschieht an den Wochenenden?

Vier ausgesuchte verlängerte Wochenenden im Laufe des Schuljahrs stehen als freie Wochenenden zur Verfügung. An einigen Wochenenden finden Programme wie ein Gemeindewochenende, ein öffentlicher Vortrag, eine Taufe oder eine Jugendstunde, oder auch Newstartprogramme statt. Die restlichen Wochenenden dienen der Erholung und der Gemeinschaft der „TGM-Familie“. Sabbats stehen Dienste in den Kärntner Ortsgemeinden an. Sonntags müssen manchmal kleine Aufgaben und Dienste erledigt werden. Der Rest des Sonntags ist als Lernzeit vorgesehen, wobei auch Exkursionen und Wanderungen möglich sind. Außerdem besteht sonntags die Möglichkeit, ins Internet zu gehen.

Bietet ihr ein spezielles Menü für Allergiker an?

Unsere Küche bereitet ein Menü pro Mahlzeit zu – schmackhafte gesunde Vollwertkost auf pflanzlicher Basis. Wenn du aufgrund einer Allergie nicht alle Speisen essen kannst, steht dir die Teeküche bzw. Küche im Burschenheim zur Verfügung, in der du deine mitgebrachten Nahrungsmittel zubereiten kannst.

Werden die absolvierten Unterrichtseinheiten für ein weiteres theologisches Studium an einem adventistischen College angerechnet?

Noch nicht. Die Ausbildung ist nicht akademisch, sondern praxisorientiert. Sehr wohl ist dieser Abschluss innerhalb von OCI anerkannt. Die Anerkennung einiger Fächer durch die Schule in Bogenhofen kann im Bedarfsfall abgeklärt werden.

Besteht nach der Ausbildung die Möglichkeit, als “Missionar” angestellt zu werden?

Geeigneten Studenten wird von STA-Institutionen die Möglichkeit geboten, in “Neulandgebieten” zu arbeiten. Auch die Österreichische Union ist grundsätzlich an Missionspionieren interessiert. Außerdem besteht die Möglichkeit, in anderen adventistischen Gesundheitszentren, Einflusszentren und Missionsschulen tätig zu sein.

Wird diese Schule von der Österreichischen Union unterstützt?

Es findet eine enge Zusammenarbeit mit der Österreichischen Union der STA, den umliegenden Ortsgemeinden sowie IMPACT Österreich statt. Es handelt sich hier aber nicht um eine Schule, die von der Österreichischen Union betrieben wird. Der Schulträger ist ein gemeinnütziger Verein (Österreichisches Institut für Gesundheitsförderung), der wiederum Mitglied bei OCI (www.outpostcenters.org) ist.

Missionsschule und Hotel in einem – wie geht das?

TGM ist eine Missionsschule, und wir wollen uns auf Einsätze im Missionsfeld vorbereiten, auch wenn die Studentinnen in einem sehr komfortablen Hotel untergebracht sind. Der Großteil der männlichen Studenten ist nicht im Hotel Mattersdorferhof, sondern im Burschenheim in Ingelsdorf untergebracht, wo es ebenfalls geräumige Zimmer gibt. Das Burschenheim ist mit dem Fahrrad in fünf Minuten zu erreichen.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Missionsschulen sind die Zimmer im Mattersdorferhof mit Dusche und WC ausgestattet, und es steht enorm viel Lebensraum innerhalb des Hauses zur Verfügung. Wir benutzen eine Profiküche, unsere Küche verwendet vorwiegend biologische Nahrungsmittel höchster Qualität. Aus dieser Sicht ist TGM wohl weltweit eine jener Missionsschulen, die den höchsten Komfort zu sehr moderaten Preisen bietet. Um die Betriebskosten einigermaßen im Griff zu halten, wird pro Tag einmal Warmwasser für Dusche bereitgestellt.

In diesem Outpost kann man ja sehr viel lernen. Darf ich da in den verschiedenen Bereichen mithelfen?

Unser Anspruch an uns ist, die Studenten nicht kopflastig, sondern praktisch auszubilden. Dies kann gerade in der heutigen Krisenzeit zur Existenzfrage werden. Du erhältst im TGM professionellen Unterricht, der so einiges abfordert, und zusätzlich ein sehr breites Spektrum an Erfahrung in vielen Tätigkeitsbereichen. Wolltest du schon immer wissen, wie man einen kleinen Bio-Laden führt, eine Landwirtschaft aufbaut, ein Gesundheitszentrum plant, oder regelmäßige Vorträge, Bibelkreise etc. gestaltet? Dies alles und noch viel mehr kannst du bei uns lernen, in einem Umfeld, wo kein Konkurrenzdruck des Arbeitskollegen oder Erfolgsdruck des Betriebsleiters auf dir lasten.
Unsere Absolventen schätzen ganz besonders auch diesen Aspekt der Ausbildung.

Und das alles geht sich zeitlich aus?

Eine besondere Herausforderung ist das Zusammenfallen mehrerer Lebensbereiche in einem Haus:

  • Privat: Wohnung, Freizeit, Versorgung, Duties (Saubermachen), Mission, persönliche Interessen
  • soziales Umfeld: Freunde
  • Gemeinde: Andachten, Sabbatschule, diverse Veranstaltungen, Mission
  • Schule: Unterricht, Outreach, Arbeitsvormittag, Vorbereitungen, Mission

Eine Trennung ist nicht immer einfach zu realisieren, doch ist es notwendig, diese Bereiche gedanklich abzugrenzen, da sonst der Eindruck einer „Überforderung“ entstehen kann. Der Schulalltag ist zeitlich dicht geplant. Vormittags gibt es nach ein oder zwei Stunden Unterricht den Arbeitsvormittag, während der Nachmittag nur für den Unterricht reserviert ist. An ausgewählten Freitagen finden Outreach-Aktivitäten statt. Freie Zeitfenster gibt es nach dem Frühstück und Mittagessen, viermal in der Woche ab 18 Uhr sowie an Freitagnachmittagen. An Donnerstagen nach dem Ende eines Newstart-Programms ist gewöhnlich auch der Nachmittag frei.

Du brauchst diese Zeit für:

  • persönliche Andacht und Bibelstudium
  • deine Hausaufgaben
  • Wiederholung des Unterrichtsstoffes
  • deinen Duty (Reinigungsbereich)
  • Küchendienst
  • Vorbereitung für Programme
  • Bewegung
  • Persönliches (Besorgungen, Kollegen helfen, Zimmer putzen, Wäsche waschen, Vorbereitungen für das Sabbatprogramm)