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Kräuter zur Senkung des Cholesterinspiegels

15. März 2026/in Ernährung, Herz-Kreislauf, Krankheiten, Kräuter/von cl

von Winston J Craig

Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, die in allen menschlichen Zellen vorkommt. Es ist ein wesentlicher Bestandteil der Zellmembran und kann in ausreichenden Mengen von der Zelle selbst hergestellt werden. Eine Ernährung mit hohem Anteil an tierischen Produkten enthält erhebliche Mengen an Cholesterin und gesättigten Fetten und führt tendenziell zu einem Anstieg des Cholesterinspiegels im Blut.

Kräuter zur Senkung des Cholesterinspiegels

Erhöhte Cholesterinwerte im Blut stehen in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen. Als wünschenswert gelten Cholesterinwerte unter 200 mg/dl für Erwachsene. Oberhalb dieses Wertes steigt das Risiko für einen Herzinfarkt erheblich an. Menschen mit hohen Cholesterinwerten im Blut werden dringend aufgefordert, ihren Lebensstil anzupassen, um ihren Cholesterinspiegel zu senken. Es wird darauf hingewiesen, dass mit jedem Rückgang des Cholesterinspiegels im Blut um 10 % das Risiko für Herzerkrankungen um 20 % sinkt.

Welche Lebensstiländerungen gehen mit einem Rückgang des Cholesterinspiegels im Blut einher? Regelmäßige Bewegung kann sowohl den Gesamtcholesterinspiegel im Blut senken als auch den Spiegel des guten HDL-Cholesterins erhöhen und den Blutdruck senken. Ein Gewichtsreduktionsprogramm für übergewichtige Menschen wird sicherlich zu positiven Veränderungen der Blutfettwerte führen. Eine vegetarische Ernährung, die reich an löslichen Ballaststoffen und arm an gesättigten Fetten ist, senkt ebenfalls den Cholesterinspiegel. Zu den Lebensmitteln, die reich an löslichen Ballaststoffen sind, gehören Karotten, Äpfel, Zitrusfrüchte, Kürbis, Gerste, Haferflocken und getrocknete Bohnen.

Lebensmittel, die reich an einfach ungesättigten Fetten sind, wie die meisten Nüsse und Samen, Avocados und Oliven, senken ebenfalls den Gesamtcholesterinspiegel im Blut, ohne den HDL-Spiegel zu senken. Der regelmäßige Verzehr von Sojaprotein, wie es in Tofu, Sojanüssen, Sojabohnen und Sojagetränken enthalten ist, führt zu einem deutlichen Rückgang des Cholesterin- und Triglyceridspiegels (andere Blutfette). Samen, wie Sesam- und Kürbiskerne, sind reich an Phytosterolen wie Beta-Sitosterol und Campesterol. Diese Pflanzensterine hemmen die Cholesterinaufnahme und tragen zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut bei.

Sojabohnen und Sojamilch

Kräuter helfen ebenfalls

Es gibt auch eine Reihe von Kräutern, die zur Senkung des Cholesterinspiegels wirksam sind. Diese sollten als Ergänzung zu den oben genannten Ernährungs- und Lebensstiländerungen eingesetzt werden. Forschungsstudien haben gezeigt, dass Knoblauch, Flohsamen, Bockshornklee, Leinsamen und Zitronengras hypolipidämische (blutfettsenkende) Eigenschaften haben.

Darüber hinaus enthalten viele Kräuter eine Vielzahl von Substanzen, sogenannte Flavonoide, die umfangreiche Eigenschaften haben, welche die menschliche Gesundheit fördern und das Risiko von Herzerkrankungen senken. Flavonoide wirken als Antioxidantien und schützen LDL-Cholesterin vor der Oxidation zu gefährlichen Cholesterinoxiden, hemmen die Thrombozytenaggregation, die Blutgerinnsel verursacht, und haben eine entzündungshemmende Wirkung.

Eine Studie mit älteren niederländischen Männern ergab, dass je höher die Flavonoidaufnahme war, desto weniger traten Todesfälle aufgrund von Herzerkrankungen und Herzinfarkten über einen Zeitraum von fünf Jahren auf. Die Gruppe mit der höchsten Flavonoidaufnahme hatte 60 Prozent weniger Todesfälle aufgrund von Herzerkrankungen als die Gruppe mit der niedrigsten Flavonoidaufnahme.

Pycnogenol, der Extrakt aus der Rinde einer europäischen Kiefer, ist ein pflanzliches Produkt, das aufgrund seines hohen Flavonoidgehalts in letzter Zeit sehr beliebt geworden ist. Es wird behauptet, dass die Proanthocyanidine im Kiefernextrakt bei der Behandlung von Gefäßerkrankungen hilfreich sind und vor Arteriosklerose schützen.

Knoblauch schützt

Knoblauch (Allium sativum) wird seit vielen Jahrhunderten erfolgreich als Lebensmittel und Medizin eingesetzt. Der Wirkstoff, der einen Großteil der Wirkung des Knoblauchs ausmacht, ist Allicin, das freigesetzt wird, wenn intakte Zellen einer Knoblauchzehe zerkleinert werden. Jüngste Forschungsergebnisse haben den Wert von Knoblauch für den Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestätigt. Knoblauch enthält bekanntermaßen eine Reihe von cholesterinsenkenden Wirkstoffen wie Diallyldisulfid, Allylpropylidisulfid und andere Allicin-Produkte. Der regelmäßige Verzehr von Knoblauch senkt das Risiko für Herzinfarkte, da er sowohl den Gesamtcholesterinspiegel als auch den LDL-Cholesterinspiegel senkt, ohne den HDL-Cholesterinspiegel zu beeinflussen.

Knoblauchzehen

Im Durchschnitt senkt eine halbe bis eine Knoblauchzehe pro Tag aufgrund ihrer gefäßerweiternden Eigenschaften den erhöhten Blutdruck, hemmt die Verklumpung der Blutplättchen und senkt den Fibrinogenspiegel, wodurch die Gerinnung verringert wird.1)

Forscher in Kuwait fanden heraus, dass der tägliche Verzehr von 3 Gramm Knoblauch (eine Zehe) über einen Zeitraum von 6 Monaten zu einer 80-prozentigen Senkung des Serum-Thromboxan-B2-Spiegels (ein Maß für die Blutgerinnungsneigung) sowie zu einer 20-prozentigen Senkung der koronaren Herzkrankheit bei Männern mittleren Alters führte.

Der geruchsmodifizierte Knoblauchextrakt (Kyolic) erwies sich als ebenso wirksam wie frischer Knoblauch bei der Senkung des Cholesterinspiegels im Blut. Getrockneter Knoblauch hingegen ist weniger wirksam als frischer Knoblauch oder gar nicht wirksam. Es ist zu beachten, dass die positiven Eigenschaften nur dann zum Tragen kommen, wenn über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten erhebliche Mengen Knoblauch verzehrt werden. Magensaftresistente Tabletten, die sich im Darm auflösen, verringern Geruchsprobleme und verbessern die Aufnahme von Allicin, dem wichtigsten Inhaltsstoff.

Flohsamen und Leinsamen

Einige Patienten mit erhöhten Cholesterinwerten im Blut haben von der Einnahme von Psyllium (Plantago psyllium) profitiert, einer reichhaltigen Quelle für Schleimstoffe, einer löslichen Ballaststoffart.2)

Die Ergebnisse waren tendenziell besser bei Personen, die sich fettreich ernährten. Mit Psyllium angereichertes Müsli kann bis zu vier Gramm Psyllium pro Portion liefern.

Mehl aus Leinsamen (Linum usitatissimum) wird zunehmend in Brot und Backwaren verwendet, um nicht nur einen nussigen Geschmack zu erzielen, sondern auch den Nährwert und die gesundheitlichen Vorteile des Endprodukts zu erhöhen. Die Verwendung von Leinsamen kann aufgrund seines sehr geringen Gehalts an gesättigten Fettsäuren, seines hohen Gehalts an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Phytosterolen sowie seines hohen Schleimstoffgehalts sowohl den Cholesterinspiegel als auch den LDL-Cholesterinspiegel im Blut senken.3)

Ganze und gemahlene Leinsamen

Andere Kräuter bieten Vorteile

Studien mit Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) haben gezeigt, dass er auch eine nützliche cholesterinsenkende Wirkung haben kann. Probanden mit erhöhten Cholesterinwerten im Blut, die pulverisierte Bockshornkleesamen konsumierten, verzeichneten eine signifikante Senkung des LDL-Cholesterinspiegels und der Triglyceridwerte, ohne dass sich die HDL-Werte veränderten.

Bockshornkleesamen
Bockshornkleesamen

Asiatischer Ginseng (Panax ginseng) ist eine Heilpflanze mit einer langen Anwendungsgeschichte. Forscher haben nun herausgefunden, dass Ginsengwurzeln dazu beitragen können, die Bildung von Blutgerinnseln zu verringern. (Ginsengwurzeln enthalten einen Nicht-Sapenin-Anteil, der die Thrombozytenaggregation hemmen kann, indem er die Produktion von Thromboxan A2 hemmt.)

Ginsengwurzeln
Panax ginseng

Eine Reihe von Probanden mit hohen Cholesterinwerten, die täglich 400 mg Zitronengrasöl (Cymbopogon citratus) einnahmen, das reich an Geraniol und Citral ist, verzeichneten über einen Zeitraum von drei Monaten einen Rückgang ihrer Cholesterinwerte.

Zitronengrasblätter
Zitronengras – Sankar 1995, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Die Samen der Nachtkerze (Oenothera biennis) enthalten erhebliche Mengen an Gamma-Linolensäure (7–10 %), die entzündungshemmend wirkt. Verschiedene Forschungsgruppen haben gezeigt, dass Nachtkerzenöl den Cholesterinspiegel im Blut leicht senken und die Gerinnselbildung hemmen kann. Aufgrund seines Gehalts an Omega-3-Fettsäuren wird Nachtkerzenöl auch zur Behandlung von atopischem (allergischem) Ekzem, Asthma, Arthritis und Entzündungen eingesetzt. Doppelblindstudien haben gezeigt, dass Nachtkerzenöl die mit dem prämenstruellen Syndrom verbundenen Reizbarkeit, Brustschmerzen und Druckempfindlichkeit sowie Stimmungsschwankungen deutlich verringert. Leider kann Nachtkerzenöl mit dem billigeren Sojaöl verfälscht sein.

Nachtkerzenblüte
Nachtkerzenblüte. Enrico Blasutto, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Kürzlich wurde festgestellt, dass die Samen der Schwarzen Johannisbeere (Ribes nigrum) eine reichhaltigere Quelle für Gamma-Linolensäure sind als Nachtkerzenöl.

Schlussfolgerungen

Eine fettarme vegetarische Ernährung in Verbindung mit einem regelmäßigen Bewegungsprogramm ist zwar eine sichere und wirksame Methode zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut, doch kann auch die Einnahme bestimmter Kräuter eine sinnvolle Ergänzung zur Kontrolle eines erhöhten Cholesterinspiegels sein.

Winston J Craig

Winston J Craig

Winston ist Professor für Ernährung und Leiter des Internship-Programms für Diätetik an der Andrews University in Berrien Springs, Michigan, wo er seit 1987 Gesundheits- und Ernährungskurse unterrichtet.

Referenzen

↑1Die antithrombotischen (gerinnungshemmenden) Eigenschaften sind auf das Vorhandensein von Ajoen, Allylmethyltrisulfid und Vinyl-Dithiinen (schwefelhaltige sekundäre Pflanzenstoffe) zurückzuführen, die beim Abbau von Allicin entstehen, sowie auf Vinyl-Dithiine (schwefelhaltige sekundäre Pflanzenstoffe), die beim Abbau von Allicin entstehen.
↑2Als Probanden mit einem Cholesterinspiegel von über 220 mg/dl vier Monate lang zweimal täglich 5 g (ein Teelöffel Pulver) Psyllium verabreicht wurde, sank ihr Gesamtcholesterinspiegel um durchschnittlich 10 bis 15 mg/dl, während der LDL-Cholesterinspiegel um etwa 11 bis 13 mg/dl sank.
↑3Als fünfzehn Patienten mit erhöhtem Cholesterinspiegel (über 240 mg/dl) drei Monate lang täglich 15 g gemahlene Leinsamen und 3 Scheiben Leinsamenbrot erhielten, sank ihr Gesamtcholesterin- und LDL-Cholesterinspiegel um etwa 10 Prozent und ihre Thrombozytenaggregation nahm deutlich ab, während sich ihr HDL-Cholesterin- und Triglyceridspiegel nicht wesentlich veränderte.


Ein Artikel von RundumGesund.org

https://www.countrylife.at/gesundheitszentrum/wp-content/uploads/2026/07/blog_cholesterin-senken.jpg 400 400 cl https://www.countrylife.at/gesundheitszentrum/wp-content/uploads/2020/10/cl-logo_340.png cl2026-03-15 12:00:002026-08-03 13:37:48Kräuter zur Senkung des Cholesterinspiegels

Wunderbare Vogelmiere

8. März 2026/in Ernährung, Kräuter/von cl

von Esther Neumann

Sie wächst und wächst und wächst, sogar ohne Rücksicht auf die Jahreszeiten. Besonders in milden Wintern kann man immer wieder Vogelmiere ernten. Überall wo man einen Garten oder einen Acker, einen Weinberg oder Baumscheiben anlegt, begegnet man der Vogelmiere. Sie begnügt sich aber auch mit Schuttplätzen, wächst an Wegrändern, auf frischen Brachen und besonders gerne in der Nähe vom Kompost. Sie ist eine Pflanze, die die Menschheit schon sehr lange begleitet. Man benennt sie daher auch als Archäophyt.

Wunderbare Vogelmiere

Botanisches

Die Vogelmiere ist ein am Boden kriechendes ein- oder zweijähriges Kraut von saftig grüner Farbe. Sie bildet lockere, stark verzweigte Rasen und ist bei den Gärtner äusserst unbeliebt, stellt sie doch sehr bald eine Konkurrenzpflanze für die Nutzpflanzen dar. Die runden Stängel wachsen aus einer feinen Wurzel heraus. Die ovalen, zugespitzten Blätter  sitzen gegenständig an den fein behaarten Stängeln. Zieht man sie vorsichtig auseinander, kann man lange Fäden aus ihnen hervorziehen. Die Vogelmiere blüht das ganze Jahr hindurch, sogar im Winter, wenn es nicht allzu kalt ist. Die winzigen Blütenblätter sind schneeweiß mit rötlichen Staubgefäßen. Wenn man nach dieser Beschreibung immer noch nicht sicher ist, ob man eine Vogelmiere vor sich hat, wird sie gekostet. Schmeckt sie deutlich nach jungen Maiskolben, handelt es sich um die Vogelmiere. Man kann sie höchstens mit dem Ackergauchheil verwechseln, der an ähnlichen Standorten wächst, aber rötlich oder blau blüht, oder mit Ehrenpreis, der blaue Blüten hat und nicht aromatisch schmeckt. Beide Pflanzen sind ungefährlich, werden aber nicht als Wildgemüse verwendet. Vogelmiere hat winzig kleine, kugelrunde, sehr zahlreiche Samen und versamt sehr leicht. Das ist ihre und unsere Chance, verteilt sie sich doch dadurch sehr weit.

Auch Hühner und Vögel schätzen Vogelmiere sehr. Daher kommt wohl ihr Name. Für Kanarienvögel und Wellensittiche stellt sie ein wertvolles Ergänzungsfutter dar. Andere Namen sind Hühnerdarm, Vogelkraut, Alsine, Meirich, Mausdarm, Hühnersepp.

Nahaufnahme der Vogelmiere
Nahaufnahme der Vogelmiere – Kevin Thiele from Perth, Australia, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Gesundheitliches

Die wenigsten Leute wissen, was für ein wertvolles Wildgemüse in der Vogelmiere verborgen ist. Die Gärtner unter ihnen würden sie sonst nicht geringschätzig auf den Kompost werfen, sondern in die Küche tragen. 150 Gramm Vogelmiere liefern den ganzen Tagesbedarf an Eisen, Kalium und Vitamin C. Zusätzlich versorgt uns dieses Unkraut mit Calcium, Magnesium und Carotinoiden. Pfarrer Kneipp hat die Pflanze wegen ihrer schleimlösenden Wirkung in die Heilkunde eingeführt. In der Volksmedizin wird das ganze Kraut im Frühling gesammelt, getrocknet und als Tee gegen Husten getrunken. Mischt man ihm noch gleiche Teile Spitzwegerichblätter hinzu und trinkt diesen Tee mit Honig und Zitronensaft, gibt das einen bewährten Hustentee.

Verwendung in der Küche

Haupterntezeit ist der Frühling. Da schätzt man die Vogelmiere besonders, weil im Garten noch nicht viel geerntet werden kann. In milden Wintern oder an ganz geschützten Stellen findet man sie aber auch wenn es kalt ist. In der Küche wird es als frisches Kraut verwendet. Einfrieren lohnt sich nicht, da sie ja das ganze Jahr gefunden wird. Wie alle Wildgemüse hält sie sich einige Tage im Kühlschrank in einer verschlossenen Box. Wurzeln, gelbe Stängel und Blätter werden entfernt. Blüten können mitverwendet werden. Wegen der Fäden in den Stängeln, wird das Kraut zerschnitten, oder man zupft nur kurze Triebe von der Pflanze.

Sowie von der Vogelmiere könnte man von vielen anderen (Un)kräutern einen Steckbrief schreiben. Fast alle sind essbar, man muss nur wissen welche auch kulinarisch etwas darstellen.


Ein Artikel von RundumGesund.org

https://www.countrylife.at/gesundheitszentrum/wp-content/uploads/2026/07/blog_vogelmiere.jpg 400 400 cl https://www.countrylife.at/gesundheitszentrum/wp-content/uploads/2020/10/cl-logo_340.png cl2026-03-08 12:00:002026-08-03 13:34:23Wunderbare Vogelmiere

Heilende Wirkung des heißen Fußbads

11. Januar 2026/in Anwendungen/von cl

von Elizabeth Hall

Diese einfache und wirksame Hydrotherapieanwendung stärkt das Immunsystem, hilft bei Bluthochdruck, verbessert den Schlaf und lindert Kopfschmerzen durch verstopfte Nasennebenhöhlen. Finde heraus, wie diese Behandlung funktioniert.

Heilende Wirkung des heißen Fußbads

Was ist ein heiße Fußbad?

Das heiße Fußbad besteht darin, die Füße in heißes Wasser (mit einer Temperatur von 38 bis 40 °C) zu tauchen und 15 bis 20 Minuten lang eine kalte Kompresse auf den Kopf zu legen. Es wird mit Temperaturen zwischen 38 und 46 °C angewendet. Diese Behandlung kann durchgeführt werden, während der Patient auf einem Stuhl sitzt oder auch liegt. Wie auch immer, solltest du die Matratze oder den Boden mit einer Plastikfolie schützen.

Gesundheitliche Vorteile:

Diese Behandlung hilft, die Durchblutung auszugleichen und Stauungen im Kopf, in der Lunge, in den Beckenorganen und in den inneren Organen zu verringern. Die Behandlung wirkt wie ein Derivat. Ein Derivat-Effekt tritt auf, wenn Wärme auf eine große Hautfläche angewendet wird und dadurch Blut aus einem entfernten inneren Organ abgezogen wird. Ein heißes Fußbad zieht gestautes Blut aus dem Gehirn, der Lunge und dem Becken ab. Bei längerer Anwendung kann es die Körpertemperatur erhöhen, was die Beweglichkeit der weißen Blutkörperchen verbessert. Zu diesem Zweck sollte der Patient mit einer Decke zudeckt werden, damit keine Körperwärme verloren geht.

Indikationen für ein heißes Fußbad:

Im Allgemeinen hilft ein heißes Fußbad dabei, Stauungskopfschmerzen, Brustkorbstauungen und Beckenstauungen zu lindern, Nasenbluten zu stoppen, Entspannung und Wohlbefinden zu fördern sowie Erkältungen, Grippe und schmerzhafte Menstruationen zu verhindern oder zu verkürzen.1) Das heiße Fußbad ist bei Arthrose in den Füßen hilfreich, wenn keine ausgeprägten Schwellungen vorliegen. In unserem Lifestyle Center haben wir festgestellt, dass das heiße Fußbad in Kombination mit einer Kompresse auf den Nieren den erhöhten Blutdruck senkt. Ein heißes Fußbad gleicht nicht nur den Kreislauf aus, sondern steigert auch die Aktivität des Parasympathikus.2)

Vorteile eines warmen Fußbads:

Koronare Herzkrankheit und Bluthochdruck

Ein warmes Fußbad hat eine Temperatur zwischen 33 und 38 °C. Ein warmes Fußbad kann die Durchblutung der Herzkranzgefäße bei Personen mit leichter bis mittelschwerer koronarer Herzkrankheit verbessern.3) Ein warmes Fußbad mit rotem Ingwer senkt nachweislich sowohl den erhöhten systolischen als auch den diastolischen Blutdruck bei älteren Menschen mit Bluthochdruck.4)

Warmes Fußbad & Diabetes

In einer randomisierten klinischen Studie mit 60 Diabetikern reduzierte ein warmes Fußbad, das 5 Liter warmes, verträgliches Wasser mit 250 Gramm gelösten Mineralsalzen enthielt, die Schmerzen aufgrund einer diabetischen Neuropathie.5)

Verbesserter Schlaf und traumatische Hirnverletzung

Heiße oder warme Fußbäder sind bei Schlaflosigkeit hilfreich. Mehrere Studien legen nahe, dass Menschen schneller einschlafen und tiefer schlafen, wenn sie ihre Füße vor dem Schlafengehen erwärmen. 6) Dies könnte für anämische Patienten mit Schlaflosigkeit sehr hilfreich sein. Ein warmes Fußbad kann auch den Schlaf von Menschen mit Langzeitfolgen von Schädel-Hirn-Trauma verbessern.7)

A woman sleeping

Kontraindikationen für ein heißes Fußbad:

  • Durchblutungsstörungen, periphere arterielle Verschlusskrankheit
  • sensorielle Störungen (Neuropathie)
  • Blutgefäßerkrankungen
  • Schwellungen in Füßen und Beinen
  • Krampfadern
  • Hautausschläge an den Beinen
  • Rheumatoide Arthritis oder Gichtarthritis in den Füßen, wenn die Gelenke „heiß” und geschwollen sind
  • Diabetes

Hinweis: Warme Fußbäder sind für die meisten Diabetiker gut verträglich. Bei gutem Fußpuls vertragen Diabetiker in der Regel ein Fußbad mit einer Temperatur von 39 °C.

Benötigte Ausrüstung:

  • Stuhl
  • Wasserbadthermometer
  • Plastikfolie (oder versuche es mit einem sauberen großen Müllsack)
  • Kübel oder Becken mit heißem Wasser. Ein verzinkter 20 Liter-Eimer ist ideal.
  • Badetuch
  • Decke
  • Krug mit heißem Wasser
  • Kleiner Krug
  • Schüssel mit Eiswasser und zwei Waschlappen
  • Handtuch

Extra Tipps:

  1. Es ist viel einfacher, diese Behandlung in der Küche oder im Badezimmer durchzuführen, wo fließendes Wasser zur Verfügung steht.
  2. Achte darauf, dass der Raum warm und zugfrei ist. Wenn der Raum kühl ist, wird die Wirksamkeit eines heißen Fußbads beeinträchtigt.
  3. Das Hinzufügen von Bittersalz zum heißen Wasser könnte helfen, schmerzende Füße noch besser zu lindern.
  4. Durch Zugabe von zwei Teelöffeln Senfpulver oder einem Teelöffel Ingwerpulver pro 8 Liter Wasser wird die gefäßerweiternde Wirkung des heißen Fußbads verstärkt.
  5. Ein kurzes kaltes Fußbad (fünf Minuten) kann Gebärmutterblutungen reduzieren.
  6. Das Verabreichen eines heißen Kräutertees vor der Behandlung hilft, die Temperatur zu erhöhen. Dies ist hilfreich, wenn das heiße Fußbad zur Stimulierung des Immunsystems verabreicht wird.
Hot Foot Bath with mustard

Verfahren für ein heißes Fußbad:

  1. Wenn im Liegen verabreicht, decke die Matratze mit einer Plastikfolie unter dem Bettlaken ab, um das Bett zu schützen.
  2. Lass den Patienten sich ausziehen und auf das Bett legen, bedecke ihn mit einem Laken und einer Decke. Bitte achte darauf, dass der Patient jederzeit bedeckt bleibt. Je nach Zustand des Patienten kann man ihn auch auf einem Stuhl sitzen lassen.
  3. Fülle die Fußwanne zu ¼ mit Wasser mit einer Temperatur von 39 bis 40 °C. Bei Personen ohne Diabetes, Neuropathie oder periphere Gefäßerkrankungen wird die Wassertemperatur schrittweise erhöht. Du kannst die Wanne füllen, bevor der Patient zur Behandlung kommt oder während er sich auszieht.
  4. Stelle die Füße des Patienten in die Wanne. Achte darauf, dass der Rand der Wanne die Waden des Patienten nicht berührt. Decke die Beine im Wasser mit einem Tuch ab, um Zugluft zu vermeiden. Das Tuch darf nicht ins Wasser tauchen.
  5. Lege eine kalte Kompresse auf den Kopf des Patienten, sobald die Person zu schwitzen beginnt oder heiß wird. Erneuere die Kompresse etwa alle 2-3 Minuten.
  6. Lass den Patienten einen Fuß auf den anderen stellen und somit eine Seite der Wanne frei zu bekommen. Gieße vorsichtig heißes Wasser hinzu und mische es mit der Hand, bis es so heiß ist, wie es der Patient verträgt. Füge etwa alle 5 Minuten nach und nach heißes Wasser hinzu, bis die Temperatur 43 bis 46 °C erreicht hat. Lass immer einen Fuß des Patienten in der Wanne, damit er sagen kann, wann das Wasser heiß genug ist. Möglicherweise muss man etwas von dem „alten Wasser” mit einem kleinen Krug entfernen, bevor mehr Wasser hinzugefügt wird.
  7. Beende die Behandlung, indem du kaltes Wasser über die Füße gießt und diese gründlich abtrocknest. Alternativ kannst du auch ohne kaltes Wasser abschließen, wenn du sofort Socken über die abgetrockneten Füße ziehst. Bei Schweißbildung sollte der komplette Patient abgetrocknet werden.
  8. Lass den Patienten 20 bis 30 Minuten im Bett ruhen. Während der Ruhepause im Bett sollte der Patient mit einer Decke zugedeckt werden, um ihn warm zu halten.
  9. Wenn der Patient jedoch nach der Ruhepause immer noch schwitzt, kühle ihn mit einer Alkoholabreibung oder einer lauwarmen Dusche ab. Wenn der Patient geschwächt ist, muss man ihm beim Abtrocknen helfen.
  10. Bitte beachte: Wenn das heiße Fußbad nur zu anderen Zwecken als zur Stimulierung des Immunsystems dient, sind keine Decken erforderlich.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf der Website von Wildwood Institute und wird mit Genehmigung veröffentlicht.

Referenzen

↑1Dail. C. and Thomas, C. Hydrotherapy: Simple Treatments for Common Ailments, Teaching Services, 1989.
↑2Saeki Y. The effect of foot-bath with or without the essential oil of lavender on the autonomic nervous system: a randomized trial. Complement Ther Med. 2000 Mar;8(1):2-7. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10812753/
↑3Yoon SJ. Echocardiography. 2011 Nov; 28(10):1119-24.
↑4Fithriyani, Putri,et.al. Effect of Hydrotherapy Warm Red Ginger to Reduce Blood Pressure on Elderly at Panti Werdha Budi Luhur, Jambi. Indian Journal of Public Health Research & Development. Mar 2020, Vol. 11 Issue 3, p1968-1972. 5p
↑5Vakilinia SR, et al. Evaluation of the efficacy of warm salt water foot-bath on patients with painful diabetic peripheral neuropathy: A randomized clinical trial. Complement Ther Med. 2020 Mar; 49:102325. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32147053/
↑6Sinclair, Marybetts, Hydrotherapy for Massage Therapist, Lippincott, Williams und Wilkins, 2008, S. 130–132.
↑7Chiu HY. A Feasibility Randomized Controlled Crossover Trial of Home-Based Warm Footbath to Improve Sleep in the Chronic Phase of Traumatic Brain Injury. JNeurosci Nurs. (2017) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29117035/


Ein Artikel von RundumGesund.org

https://www.countrylife.at/gesundheitszentrum/wp-content/uploads/2026/07/blog_fussbad.jpg 400 400 cl https://www.countrylife.at/gesundheitszentrum/wp-content/uploads/2020/10/cl-logo_340.png cl2026-01-11 12:00:002026-07-29 19:09:07Heilende Wirkung des heißen Fußbads

Winterphänomen Kalte Füße

30. November 2025/in Anwendungen/von cl

vonEsther Neumann

Die Jahreszeit der kalten Füße ist wieder angebrochen. Frauen leiden häufiger darunter als Männer. Eisfüße sind nicht nur unangenehm, sie schwächen das Immunsystem und verschrecken den Partner am Kuscheln im Bett. Was tun dagegen?

Winterphänomen Kalte Füße

Durch den Kältereiz verengen sich die Blutgefäße. Der menschliche Körper hat es so eingerichtet, dass bei Kälte zuerst die wichtigsten Organe genug Wärme bekommen. Diese liegen alle, bis auf das Gehirn, im Zentrum vom Körper: Lunge, Herz, Niere, Leber. Also wird dort zuerst einmal für Wärme gesorgt, in Form einer besseren Durchblutung. So kommen die Extremitäten, sprich Hände und Füße, zu kurz. Dadurch sind Eisfüße und Eishände vorprogrammiert. Wer ständig unter kalten Füßen und Händen leidet, sollte sich einmal bei seinem Hausarzt untersuchen lassen. Es könnten Symptome von ernst zu nehmenden Erkrankungen sein: Schilddrüsenerkrankung, Herzfehler, Diabetes oder niederer Blutdruck.

Kalte Extremitäten wirken sich negativ auf das gesamte Immunsystem aus, denn in Folge sind auch die Schleimhäute in Mund und Nase kalt. Diese sind die Eintrittspforten von Bakterien und Viren. Sind Schleimhäute nicht richtig durchblutet und befeuchtet, können sie ihre Aufgabe als Schranke gegen eintretende Krankheitskeime nicht erfüllen. Kalte Füße bei Frauen erhöhen auch die Gefahr von Scheidenpilzen, Blasenentzündungen und Kopfschmerzen. Kalte Extremitäten signalisieren Durchblutungsstörungen. Dagegen gibt es Hausmittel. Bewegungsmangel ist oft ein Grund von Durchblutungsstörungen. Wir sitzen viel zu viel. Also immer wieder einmal aufstehen, sich bewegen, strecken, beugen, drehen, etwas Zehengymnastik, einen Bleistift mit den Zehen aufheben, einen Softball mit den Händen kneten. Durch diese Übungen kommt der Blutfluss wieder in Schwung.

Nützt dies immer noch nicht, ist ein wechselwarmes Fußbad angesagt. Man braucht dazu zwei Kübel. In den einen füllt man Wasser mit 15 – 17 Grad, in den anderen solches von etwa 37 Grad. Man taucht nun die Füße fünf Minuten in das warme Wasser und dann für einige Sekunden ins kalte. Das wiederholt man vier Mal. Mit dem kalten Kübel schließt man ab.

Auch ein ansteigendes Fußbad hilft. Man fängt mit etwa 35 Grad an und schüttet alle paar Minuten heißes Wasser nach, bis eine Temperatur von 42 Grad erreicht wird. Der Kübel sollte möglichst hoch sein, damit auch die Unterschenkel im warmen Wasser stehen. Eine Wolldecke über die Knie gelegt, hält die Wärme zurück. Wenden Sie diese Fußbäder schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung an. Sie sollten jedoch nicht bei Krampfadern durchgeführt werden!

Hot Foot Bath with mustard

Oft kann Erkältung durch die Fußbäder vertrieben werden, besonders dann, wenn man auch noch mit Salbeitee gurgelt und viel trinkt. Dem Badewasser wird noch ätherisches Öl zugefügt. Besonders eignen sich: Latschenkiefer, Fichte, Tanne, Rosmarin, Ingwer. Wer keine ätherischen Öle zur Hand hat, fügt eine Abkochung aus Teekräutern bei. Es eignen sich dazu Schafgarbe, Wermut, Tausendgüldenkraut, Ingwer, Lavendel, Johanniskraut. Sie alle wirken durchblutungsfördernd. Auch Salzbäder wirken. Eine Handvoll Salz in das Fußbad geben und mindestens 10 Minuten im warmen Wasser bleiben, abtrocknen und mit Lavendel- oder Johanniskrautöl einreiben. Wollsocken anziehen und etwas ausruhen.

Solche Fußbäder wirken sich auch auf andere Körperteile aus. Sie härten ab, trainieren die Gefäße, wirken stabilisierend auf die Schleimhäute im Nasen-Rachenraum und sorgen für ein wohliges Gefühl. Wer möchte, kann sogar ein kaltes Fußbad nehmen. Kalt heißt 12 – 18 Grad. Die Füße sollten bei dieser Anwendung aber vorher warm sein. Mit 15 Sekunden eintauchen fängt man an, Füße kurz raus, wieder rein und die Zeit etwas steigern, bis eine Minute. Füße nicht abtrocknen, sondern auf einem Tuch im Stand gehen und Fußgymnastik machen, bis die Füße wieder warm sind. Anschließend kann man spazieren gehen. Wer dazu zu müde ist, zieht sich warme Socken an und legt sich ins Bett. Kalte Fußbäder darf nicht machen, wer Harnwegsinfekte, akuten Ischias oder Krampfneigung in den Beinen hat. Wöchentliche Saunabesuche mit Wassertreten im Kneipp-Becken sind ebenfalls sehr empfehlenswert.

Warme Socken, am besten handgestrickte Wollsocken, und bequeme Schuhe mit einer Thermosohle als Einlage sind bei kalten Füßen ein Muss, auch wenn es gegen die Mode verstößt. Haben die Füße in den Schuhen genügend Platz, wirkt die Luft darum herum als Wärmeschutz.

Ein Paar warme Wollsocken

Einschlafen mit kalten Füßen gelingt auch nur sehr schwer. Darum vor dem Schlafengehen ein warmes Fußbad nehmen. Man kann dabei auch wunderbar abschalten. Kerzenlicht, ruhige Musik oder ein gutes Buch helfen mit. Tun wir uns an den langen Winterabenden einfach hin und wieder etwas Gutes. Das hebt unsere Stimmung und stärkt unsere Abwehr. Von innen hilft ein wärmender Tee mit, den Körper auf eine angenehme Wärme zu bringen. Ingwer, Lavendel, Holunderblüten, Thymian, Linde oder eine Mischung aus Baldrian, Melisse, Hopfen und Süßholz helfen uns dann auch noch beim Einschlafen.

Tipps gegen kalte Füße:

  • Fußgymnastik
  • Beim Sitzen Beine nicht übereinander schlagen
  • Warme Socken und Schuhe anziehen
  • Wechselfußbad
  • Aufsteigedes Fußbad
  • Salzfußbad
  • Kaltes Fußbad
  • Ätherische Öle oder Teekräuter zufügen
  • Ölmassage
  • Wärmende Tees
  • Kein Nikotin und Kaffe, denn diese verengen die Blutgefäße
  • Saunabesuche
  • Viel Bewegung
Stresskontrolle in 10 Minuten


Ein Artikel von RundumGesund.org

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Bittere Kräuter für unsere Gesundheit

1. Mai 2022/in Anwendungen, Kräuter/von cl

1. Mai 2022 von Esther Neumann

Weil viele Menschen nichts bitteres mögen, hat die Agrarwissenschaft so manchen Bitterstoff aus den Wildpflanzen hinausgezüchtet. Süße und milde Nahrungsmittel regen aber zur Völlerei an. Das hat nichts mit Appetit zu tun. Warum produzieren so viele Pflanzen auch Bitterstoffe? Können wir Menschen daraus einen Nutzen ziehen?

Bittere Kräuter für unsere Gesundheit

So manches Kräutlein, das am Wegrand oder in der Kräuterspirale wächst, schmeckt bitter. Aber nur diejenigen Heilpflanzen, deren Wirkprinzip allein auf das Vorhandensein sogenannter Bittermittel zurück geführt werden kann, nennt man Bitterstoffdrogen. Unter Droge versteht man hier nicht ein Rauschgift, sondern einen pflanzlichen Stoff, der als Medizin oder Gewürz wirkt. In den Kulturpflanzen ist in der Regel der Bitterstoffgehalt gegenüber den Wildformen durch Selektionszüchtungen wesentlich geringer.

Amara

Bitterstoffdrogen werden in der Phytotherapie Amara genannt. Nun sind Bitterstoffe keine einheitliche Gruppe. Zum Teil kennt man noch nicht einmal ihre Struktur. Man weiß aber dass Terpenoide, Phenole, Alkaloide und Purine bitter schmecken können. Auch gewisse Zuckerarten wie die β-Mannose und Gentiobiose schmecken bitter. Bestimmte Formen von Aminosäuren, das sind die kleinsten Bauteile der Eiweißstoffe, können bitteren Geschmack hervorrufen. Aus der Gruppe der anorganischen Verbindungen ist das Bittersalz (Magnesiumsulfat) gut bekannt. Es kommt natürlich in Tafelwässern vor und wirkt steigernd auf die Speichel- und Magensaftbildung, regt die Darmbewegungen und die Bauchspeicheldrüsensekretion an und steigert so das Allgemeinbefinden.

Je nach dem welche weiteren chemischen Verbindungen mitwirken bei der Bildung des bitteren Geschmackes, werden die Bitterstoffe in drei große Gruppen eingeteilt.

Amara tonica

Heilkräuter die zu diesen reinen Bitterstoffdrogen gehören bewirken eine intensive Anregung der Magensaft- und Gallensekretion. Unter Sekretion versteht man die Absonderung bestimmter Säfte aus Drüsen. Daher ist es sinnvoll, Bitterstoffdrogen als „Aperitif“ vor dem Essen einzunehmen. Bitterstoffdrogen verschreibt man gerne bei fehlendem Appetit und zur besseren Verdauung. Sie haben darüber hinaus auch eine tonisierende, kräftigende Wirkung. So helfen sie bei Schwächezuständen von Rekonvaleszenten, bei blutarmen, nervösen oder ganz einfach erschöpften Menschen. Sie wirken auch stärkend auf das Immunsystem. Typische Vertreter von solchen Heilpflanzen sind Tausendgüldenkraut oder Gelber Enzian.

Bitterstoffdrogen sind im Kaltwasser-Auszug leicht löslich. Man setzt sie kalt an und lässt sie einige Stunden unter gelegentlichem Umrühren, ziehen. Dann siebt man ab und erwärmt auf Trinktemperatur. Der Tee soll vor der Mahlzeit ungesüßt getrunken werden. Ein Sprichwort sagt: „Eine Arznei muss bitter schmecken, sonst wirkt sie nicht.“

Tausendgüldenkraut ist in manchen Ländern geschützt. Apotheken beziehen die Droge aus Ländern, in denen sie nicht geschützt ist. Die Bitterstoffe finden sich vor allem in den Blüten und Stängeln. Die Droge wirkt bei Appetitlosigkeit, mangelnder Magensaftabsonderung, und Magenkrämpfen. Früher wurde sie auch bei Fieber eingesetzt. Mit der Zeit gewöhnt man sich an den bitteren Tee. Wer sich gar nicht damit anfreunden kann, kann ihn 1 : 1 mit Pfefferminze mischen.

Tausendgüldenkraut - Photo source: Wikimedia.org
Tausendgüldenkraut

Auch der Gelbe Enzian ist geschützt. Früher war er für die Bergbauern ein lästiges Unkraut. Weil er so beliebt war für die Aperitifs, wurde er beinahe ausgerottet und musste unter Schutz gestellt werden. Die Bitterstoffe sitzen in der Wurzel. Der Wirkstoff mit dem höchsten Bitterwert heißt Amarogentin. Der Stoff schmeckt noch in einer Verdünnung von 1:20 000 bitter. Neben Appetitanregung sind Magen,- Darm,- Leber- und Gallenbeschwerden die gängisten Anwendungsgebiete für den Enzian. Bei übersäuertem und reizempfindlichen Magen ist Enzian aber nicht zu verwenden.

Gelber Enzian - Photo by Bernd Haynold, Wikimedia.org
Gelber Enzian

Amara aromatica

Neben den Bitterstoffen kommen in dieser Gruppe auch größere Mengen aromatischer Öle vor. Daher kommen noch zusätzliche Wirkungen durch die ätherischen Öle dazu. Sie wirken entzündungshemmend, harntreibend, expektorierend (abhusten), krampflösend und tonisierend.

Weil ätherische Öle leicht flüchtig sind, bietet sich hier bei der Zubereitung der Aufguß an. Man übergießt die Droge mit kochendem Wasser und lässt etwa 10 – 15 Minuten ziehen. Die Einnahme ist sinnvoller Weise nach dem Essen.

Zu den aromatischen Bitterstoffdrogen gehören die Schafgarbe, der Wermut, Benediktenkraut (gelb blühende Bitterdistel) oder Engelwurz.

Das Benediktenkraut (Cnicus benedictus) hat seinen Namen vom Lateinischen benedictus = gesegnet. Man hat dieses Heilkraut früher bei sehr vielen Krankheiten angewendet. Heute weiß man, dass der Bitterstoff Cnicin die Drüsen im Magendarmtrakt, die Verduungssäfte produzieren, stimulieren. Auch die Leber und Bauchspeicheldrüse wird unterstützt in ihrer Funktion. Die Distel besitzt zudem noch Schleimstoffe, die bei Reizungen der Schleimhäute heilend wirken. Schlecht heilende Wunden können mit einer Abkochung des Krautes gereinigt werden, denn das Cnicin wirkt gegen gramnegative Keime und gegen grampositive Bakterien. Bei Hämorrhoiden kann man Sitzbäder damit machen.

Benediktenkraut - Photo by H. Zell, wikimedia.org
Benediktenkraut

Die Schafgarbe (Achilea millefolium) wird ebenfalls bei Magen- Darm- und Gallebeschwerden und zur Appetitanregung verwendet. Wegen dem ätherischen Öl Azulen wirkt das Kraut zusätzlich desinfizierend, entzündungswidrig und krampflösend. Bei Mädchen und Frauen wirkt der Tee sehr gut bei schmerzhafter Regelblutung und Spannen in den Brüsten vor der Regel. Der hohe Gehalt an Kalium regt die Nieren zur Wasserausscheidung an.

Schafgarbe - Photo by André Karwath, wikimedia.org
Schafgarbe

Die jungen Schafgarbenblättchen kann man ganz fein geschnitten als Gewürz für Salate, Suppen, Eintöpfe und Weichkäsezubereitungen verwenden.

Amara acria

Bitterstoffe die zusätzlich Scharfstoffe enthalten, nennt man sinnigerweise Amara acria. In den einheimischen Heilpflanzen findet man solche Stoffe kaum. Sie kommen in Ingwer, Galgant, Pfeffer und Paprika vor. Solche Drogen verbessern auch die Kreislauffunktion. Man weiß heute, dass die Verdauung den Kreislauf wesentlich stärker belastet als man bisher allgemein angenommen hat. Daher ist es wirklich sinnvoll, keine sehr schwer verdaulichen Gerichte zu verzehren, wenn man sowieso schon Kreislaufprobleme hat.

Ingwer (Zingiber offizinalis) wird vor allem als Gewürz gehandelt. Die scharf schmeckenden Stoffe Gingerol und Shogaol regen die Verdauungssäfte und den Appetit an. Neuerdings gebraucht man Ingwerpulver auch gegen Reisekrankheiten. Man darf es aber nicht bei Schwangerschaftserbrechen einsetzen. Ingwer wirkt auch erwärmend. Daher ist er ein beliebter Tee im Winter.

Frisch geerntete Ingwerpflanze mit Wurzel - Photo by Sengai Podhuvan, wikimedia.org
Ingwerpflanze mit Wurzel

Galgant (Alpinia officinarum) ist dem Ingwer im Aussehen und den Wirkstoffen sehr ähnlich. Er ist in China beheimatet.

In der Schale der Pfefferkörner kommt das scharfschmekende Alkaloid Piperidin vor. Daher würzt der schwarze, ungeschälte Pfeffer auch stärker als der geschälte weiße. In Indien ist es bekannt, dass der Pfeffer verdauungsfördernd wirkt und auch Darmparasiten abtötet. In den dort üblichen Dosen kann er aber die Schleimhäute der Harnwege und des Verdauungstraktes reizen, hat also auch sehr deutliche Nebenwirkungen.

Fazit

Der kleine Streifzug durch verschiedene Heil- und Gewürzpflanzen hat uns gezeigt, dass Bitterstoffe sehr wohl ihre heilsame und gesundheitssfördernde Wirkung haben. Wir sollten sie daher vermehrt einsetzten. Ganz besonders im Frühling und Sommer, wo wir so manches Kraut, oft auch als (Un)kraut am Wegrand oder im Gemüsebeet finden, sollten wir sie ganz bewusst in unsere Ernährung einbeziehen oder bei Bedarf Teekuren damit machen. „Unsere Wiesen und Wälder sind die besten Apotheken!“ hat Paracelsus bereits im 16. Jahrhundert gesagt.

Eigentlich produzieren die Pflanzen die Bitterstoffe zu ihrem eigenen Schutz. Sie wollen durch den bitteren Geschmack von den Tieren und Insekten nicht gefressen werden. Wie wir gesehen haben, dienen dieselben Bitterstoffe aber auch uns Menschen zum Heil. Wenn das nicht eine sehr vernetzte Idee unseres Schöpfer-Gottes ist? Er hat gleichzeitig an den Schutz unserer Pflanzen und unseres Körpers gedacht und für die Tiere gibt es so manch anderes besser bekömmliches Kräutlein.

Esther Neumann

Esther Neumann

Esther Neumann studierte Ernährungswissenschaften auf der Universität Wien. Seitdem schrieb sie für viele Jahre für das Gesundheitsmagazin „Leben und Gesundheit“, und führte Gesundheitsvorträge in vielen Orten Österreichs durch.

www.ernaehrungaktuell.at


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Echinacea – Eine alte Heilpflanze

16. Januar 2022/in Anwendungen, Kräuter/von cl

16. Januar 2022 von Esther Neumann

Sie kommen wieder, die nasskalten Tage an denen wir uns zurücksehnen nach den heißen Sommertagen. Und mit ihnen kommen Schnupfen, Husten und Halsschmerzen, die ungebetenen Begleiter der kalten Jahreszeit. Wir sind ihnen aber nicht auf Gedeih und Verderben ausgeliefert. Wir können unser Immunsystem stärken. Und wenn wir doch einmal eine Verkühlung eingefangen haben, gibt es pflanzliche Wirkstoffe, die uns helfen, leichter damit fertig zu werden. Eine sehr hübsche Pflanze möchte ich Ihnen hier vorstellen. Sie blüht bei uns in vielen Gärten, den ganzen Sommer über. Die meisten kennen sie aber nur als Zierpflanze und wissen gar nicht, was für heilende Kräfte in ihr stecken.

Echinacea - Eine alte Heilpflanze

Botanik

Der Amerikanische Sonnenhut, eine Rudbeckie, gehört zu den Korbblütengewächsen. Der Stängel hat eine Länge von 30 bis 120 cm. An der Spitze sitzt eine einzige große Korbblüte mit kegelförmigem Blütenboden und 12 bis 15 zartrosa bis purpurrot gefärbten Strahlenblüten. Der Sonnenhut stammt aus Amerika. Er ist auch in unseren Gärten heimisch geworden. Verwildert kommt er nur selten vor. Es gibt den Sonnenhut in verschiedenen Variationen. Zu Heilzwecken wird vor allem die Echinacea purpurea, der rote Sonnenhut verwendet.

Historisches

Echinacea ist eine alte Heilpflanze der Indianer. Sie verwendeten den frischen Pflanzenbrei oder einen Wurzelbrei bei Brandwunden, Schlangen- und Insektenbissen, schlecht heilenden Wunden und bei Fieber. Die ersten Siedler übernahmen die Anwendungen schon bald als Hausmittel bei Erkältungen. Zu uns nach Europa kam sie etwa vor hundert Jahren. Heute zählen Präparate dieser hübschen Blume in den USA und auch bei uns zu den meistgekauften pflanzlichen Immunstimulanzien. Und das mit Recht, wie viele Studien belegen.

Klinische Untersuchungen

In etlichen Studien wird der positive Effekt von Echinacea purpurea-Presssaft auf die Dauer und den Verlauf von Erkältungskranheiten festgestellt. In einer kontrollierten, Doppelblind-Studie, bei der weder der Studienleiter noch die Teilnehmer wissen, wer welches Mittel bekommt, konnte nachgewiesen werden, dass die Anwendung die Dauer einer Erkältung verkürzen konnte; die Erkältungssymptome traten weniger schwer auf. Einem Teil der Patienten mit Erkältungsanzeichen wurde zweimal täglich 5 ml Echinacea purpurea-Presssaft gegeben, dem anderen Teil ein wirkungsloses Placebo, also ein Mittel, das gleich ausschaut wie das Medikament, aber keine Wirkstoffe enthält. Durch Echinacea konnte die Zeit bis zum Abklingen der Symptome auf 6 Tage verkürzt werden. Bei der Placebogruppe lag die Erkältungsdauer bei 9 Tagen. Auch der Schweregrad der Symptome wie verstopfte Nase, Nasenlaufen und Halsschmerzen, konnte bedeutend herabgesetzt werden.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die alkoholfreien Zubereitungen bereits bei zweijährigen Kindern angewendet werden können. Ärzte und Eltern bestätigen, dass die Präparate gut vertragen werden und den Kindern die Leidenszeit einer Verkühlung wesentlich abschwächen und verkürzen.

Ein Kind schneuzt sich - Photo by Andrea Piacquadio from Pexels

In der Literatur findet man zum Teil widersprüchliche Ergebnisse der Wirksamkeit von Echinacea. Das lässt sich darauf zurückführen, dass diese Studien mit unklar definierten Produkten gemacht wurden. Wenn unterschiedliche Arten, Pflanzenteile und Extraktionsweisen zur Anwendung kommen, führt das zu einer Verfälschung. Es kommt auch ganz darauf an, wo die Pflanze gewachsen ist und wie die Wirkstoffe extrahiert worden sind.

Man ist immer noch auf der Suche nach den genauen Wirkstoffen. Durch moderne Analysemethoden konnten schon sehr viele Inhaltsstoffe identifiziert werden wie verschiedene ätherische Öle, Terpene, Alkamide, Glykoproteine, Polysaccharide und viele andere mehr. Aber welche chemischen Verbindungen nun tatsächlich für die bekannten Wirkungen verantwortlich sind, weiß man noch immer nicht genau. Wahrscheinlich ist es einfach die ganze Pflanze in ihrer vielfältigen Zusammensetzung.

Wirkmechanismen

Echinacea purpurea hat eine phagozytose-stimulierende Wirkung auf Granulozyten. Granulozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen. Sie dienen der Abwehr von Mikroorganismen. In unserem Fall der Verkühlung machen sie die eingedrungenen Krankheitserreger unschädlich, in dem sie sie umfließen und so außer Gefecht setzen. Auch die Anzahl der weißen Blutkörperchen wird durch den Presssaft erhöht.

Man kann allgemein sagen, dass das Immunsystem gestärkt wird. Dadurch wird die körpereigene Abwehrkraft gesteigert. Die Bildung und die Aktivität der Antikörper wird stimuliert. Es werden vermehrt Interleukine gebildet, das sind Kommunikationseiweißstoffe, die der Immunregulation dienen. In der Leber werden vermehrt Akute-Phase-Proteine gebildet, die ebenfalls der Infektionsabwehr dienen.

Auch die Anzahl der Natürlichen Killerzellen wird gesteigert. Sie binden an virusgeschädigte Zellen und zerstören sie.
Echinaceaprodukte werden als Tropfen, Salben, Gels und Injektionslösungen angeboten. Zur Stärkung des Immunsystems können die Tropfen auf einem Stück Würfelzucker oder zu einem Löffel Honig bereits vorbeugend in der grippeverdächtigen Zeit geschluckt werden. Ist die Verkühlung bereits ausgebrochen, hilft Echinacea dabei, den natürlichen Heilprozess auf eine schonende Art zu beschleunigen.

Eine Echinacea Blüte - Photo by Mabel Amber from Pexels

Ein gesundes Immunsystem

Denken wir immer daran, dass Vorbeugung besser ist als Heilen und härten wir uns ab. Stärken wir unser Immunsystem. Das geschieht am besten durch regelmäßigen Sport und ausdauernde Bewegung an der frischen Luft. Saunagänge, Wechselduschen, eine vitaminreiche Ernährung und eine der Jahreszeit angepasste Kleidung tragen ebenfalls wesentlich zur Gesundheit bei. Versuchen wir auch unsere Gedanken durch schöne Dinge positiv zu beeinflussen. Denn eine ausgeglichene Gemütslage dient ebenfalls der Immunstärkung.

Und wenn es uns trotzdem erwischt hat, muss viel getrunken werden und für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit gesorgt werden, was in der Heizperiode oft vernachlässigt wird. Und darüber hinaus hilft uns Echinacea purpurea schneller mit der Verkühlung fertig zu werden.

Esther Neumann

Esther Neumann

Esther Neumann studierte Ernährungswissenschaften auf der Universität Wien. Seitdem schrieb sie für viele Jahre für das Gesundheitsmagazin „Leben und Gesundheit“, und führte Gesundheitsvorträge in vielen Orten Österreichs durch.


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Hydrotherapie – eine vielseitige Behandlung

8. Juni 2021/in Anwendungen/von cl

15. November 2020 von Martin Neumann

Hast du schon einmal von einem heißen Fußbad, einer Dampfinhalation oder einer heißen Kompresse gehört? Ja, die Rede ist von einer Reihe verschiedener Hydrotherapie-Behandlungen. Aber wie kann die einfache Anwendung von heißem und kaltem Wasser eine Lungenentzündung heilen, die Schwellung bei Arthritis verringern, Menstruationsbeschwerden lindern, die Genesung von einem verstauchten Knöchel beschleunigen, einen gefährlich hohen Blutdruck senken und Linderung bei Kopfschmerzen verschaffen? Lies weiter, um es herauszufinden!

Hydrotherapie - eine vielseitige Behandlung

Was ist Hydrotherapie? Es ist die Anwendung von heißem und kaltem Wasser in flüssiger Form, Dampf oder Eis, um die Durchblutung zu steigern, Schmerzen zu lindern, das Immunsystem zu stärken und Krankheiten zu heilen.

Aber wie funktioniert das alles? Der Körper hat unglaubliche Mechanismen, um die Temperatur in unserem Organismus zu regulieren und das können wir uns für therapeutische Zwecke zunutze machen.

Bevor wir darüber ins Detail gehen, lass uns ein wenig über die erstaunlichen Eigenschaften von Wasser sprechen. Es ist die am häufigsten vorkommende Flüssigkeit auf dem Planeten Erde, und das aus gutem Grund: denn unser Körper besteht zu etwa 70 % aus Wasser. Es hat eine recht beeindruckende Menge an latenter Wärme und ist in der Lage, Wärme an den Körper abzugeben, ohne schnell abzukühlen. Wasser hat gleichzeitig beeindruckende Wärmeübertragungseigenschaften. Deshalb fühlt sich die Hitze an einem schwülen Tag intensiver an als in trockenem Klima.

Als nächstes wollen wir uns ein wenig mit den thermischen Eigenschaften von Dampf und Eis beschäftigen. Du erinnerst dich wahrscheinlich aus der Physik, dass Temperatur nichts anderes als eine Vibration auf molekularer Ebene ist. Je höher die Temperatur, desto mehr Vibration findet statt.

Im Inneren eines Eiswürfels ist das Wasser in einer kristallartigen Struktur organisiert, also fest. Mit zunehmender Bewegung wird die Kristallstruktur aufgebrochen und das Wasser verflüssigt sich. Allein um die Kristallstruktur aufzubrechen, wird die Energie von 80 Kalorien benötigt, dieselbe Energie, die einen Liter Wasser von 0°C auf 80°C erhitzt. Aus diesem Grund kann ein Eiswürfel unser Wasser für lange Zeit kalt halten und ist ein großer Verbündeter bei der Anwendung von Kältebehandlungen.

Bei einer Temperatur von 100°C verdampft das Wasser und dehnt sich dabei stark im Volumen aus. In diesem Moment wird die latente Wärme1)von etwa 530 Kalorien benötigt, um den Übergang zu vollziehen. Umgekehrt gibt Dampf, der kondensiert, diese enorme Energiemenge ab. Das ist der Grund, warum eine Dampfkompresse so viel länger heiß bleibt und eine Dampfsauna uns so effizient zum Schwitzen bringt.

Auswirkungen von Hitze und Kälte

Kommen wir zurück zum Temperaturregelungsmechanismus des Körpers. Die Aufrechterhaltung der richtigen Körpertemperatur ist überlebenswichtig und der Körper verfügt über spezielle Mechanismen, um dies zu kontrollieren. Wenn es heiß ist, bricht der Körper in Schweiß aus. Die Wassertröpfchen auf der Haut benötigen 530 Kalorien, um zu verdampfen und kühlen den Körper dabei ab. Mit dem Schweiß werden auch einige Giftstoffe ausgeschieden, und ein wenig zu schwitzen ist durchaus auch recht gesund.

Wenn nun die Haut abgekühlt ist, öffnet der Körper die Arterien der Haut, damit das Blut zirkulieren und den Rest des Körpers abkühlen kann. Aus diesem Grund führt die Anwendung von Wärme zu einer Gefäßerweiterung und einer erhöhten Durchblutung.

Ein heißes Hydrotheraphie Ganzkörperbad

Diese erhöhte Blutzirkulation ist in vielerlei Hinsicht vorteilhaft. Es gibt den berühmten Satz: „Perfekte Gesundheit hängt von perfekter Durchblutung ab „2) Alles in unserem Körper wird über das Blut transportiert. Der Sauerstoff, den wir atmen, die Nährstoffe, die wir essen, die Soldaten des Immunsystems, sie alle sind abhängig von einer einwandfreien Blutzirkulation.

Wenn wir uns prellen oder die Haut aufschneiden, müssen die beschädigten Zellen repariert werden. Verletzte Zellen müssen entfernt werden, und Nährstoffe für die Zellneubildung müssen an diese Stelle transportiert werden. Das Immunsystem ist in Alarmbereitschaft, um alle infektiösen Erreger zu bekämpfen, die durch die Wunde eindringen könnten. All diese Prozesse laufen über das Kreislaufsystem ab, und indem wir die Durchblutung erhöhen, können wir den Heilungsprozess beschleunigen. Heißes Wasser kann in diesen Fällen ein starkes therapeutisches Mittel sein. Und die Anwendung von Wärme kann sehr entspannend auf verspannte Muskeln wirken, sowie die Steifheit und Schwellung von arthritischen Gelenken reduzieren.

Dennoch muss man bei Hitze und Blutungen vorsichtig sein. Wenn die Durchblutung zunimmt, werden Blutungen verstärkt, ebenso wie innere hämorrhagische (Blutungen auslösende) Prozesse. Entzündungen und Schwellungen von Ödemen werden ebenfalls zunehmen, das ist der Grund, warum wir in den ersten 24 Stunden jeder Prellung und Verstauchung Eis anwenden.

Die Reaktion des Körpers auf Kälte ist Wärmeerhaltung. Die Arterien werden verengt, um den Blutfluss zu reduzieren und die Wärme im Körper zu konservieren. So können wir durch die Anwendung von Wärme oder Kälte die Durchblutung des gesamten Körpers leicht kontrollieren.

Auswirkungen von Wärme oder Kälte auf die Blutzirkulation - Vasoconstriktion und Vasodilation

Wir können also schlussfolgern, dass heiße Behandlungen die effektivste Art sind, die Durchblutung zu steigern, aber bei lang anhaltender Wärme ist es nicht ganz so. Nach einer Weile gewöhnen sich die Nervenenden, die Wärme wahrnehmen, an die Temperatur und die Durchblutungssteigerung wird mäßig sein. Um dieses Problem zu lösen, nutzen wir abwechselnd heiße und kalte Behandlungen.

Bei den meisten Wechselbehandlungen wird ein Durchgang von 3 Minuten Wärme und 30 Sekunden bis 1 Minute Kälte verwendet. Die kurze Kälteanwendung kalibriert neuerlich die Reaktion der Nervenenden und der erreichte Kontrast kurbelt die Durchblutung noch mehr an als eine längere Wärmeanwendung.

Fieber – Gut oder schlecht?

Die meisten Menschen sind es gewohnt, Fieber mit Tylenol, Ibuprofen oder einem anderen fiebersenkenden Medikament zu bekämpfen. Sie behandeln Fieber wie einen Feind, aber sie erkennen nicht, dass Fieber der beste Verbündete in unserem Genesungsprozess sein kann.3)

Fieber ist eigentlich nichts anderes als die Reaktion des Körpers auf einen infektiösen Prozess, der außer Kontrolle gerät. Durch die Erhöhung der Körpertemperatur wird das Immunsystem in einen Alarmzustand versetzt4)5) während es die Aktivität einiger Mikroben reduzieren kann.6) Die beste Behandlung eines Fiebers ist also, ins Bett zu gehen und es seinen Lauf nehmen zu lassen.

Moderates Fieber sollte im Bett auskuriert werden - Foto von cottonbro at Pexels

Wenn das Fieber sehr hoch ist, muss eventuell eingegriffen werden, um Krampfanfälle zu verhindern. Der erste Ansatz wäre ein kaltes Tuch oder ein Eisbeutel auf die Stirn. Bei Bedarf kann auch eine kalte Dusche erfolgen. Ein ansonsten gesunder Mensch sollte normalerweise Fieber bis zu einer Temperatur von 41°C gut tolerieren.

Es gibt Behandlungen, die ein künstliches Fieber erzeugen und dem Immunsystem einen enormen Schub geben können. Eine davon ist ein heißes Ganzkörperbad. Mehrere Studien haben gezeigt, dass es das Immunsystem deutlich ankurbelt.7) Die Stärkung des Immunsystems kann sogar bei der Krebsbehandlung helfen.8) Eine intensivere Behandlung sollte unter der Aufsicht eines erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden, wobei Puls und Körpertemperatur regelmäßig kontrolliert werden und ein kaltes Tuch auf die Stirn gelegt wird. Wenn man alles richtig macht, kann man die Körpertemperatur 20 Minuten lang auf etwa 39,5°C halten.

Ein Dampfbad ist eine weitere Behandlung, die in der Lage ist, die Körpertemperatur zu erhöhen und auch ein heißes Fußbad oder eine Wechseldusche können dem Immunsystem einen deutlichen Schub geben. Sogar das Beenden einer Dusche mit kaltem Wasser hat sich als vorteilhaft erwiesen.9) Ruht man sich nach diesen Behandlungen 20 bis 30 Minuten lang aus, wird die Stärkung des Immunsystems durch diese Therapien vervielfacht.

Vorsichtsmaßnahmen

Bei allen Hydrotherapie-Behandlungen gibt es einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Diabetiker haben eine verminderte Sensibilität und eine verminderte Durchblutung, beides sind Faktoren, die ihre Fähigkeit, auf Wärme zu reagieren, verringern und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, sich zu verbrennen. Achte darauf, die Wassertemperatur für Diabetiker oder andere Personen mit Kreislauf- oder Sensibilitätsstörungen entsprechend anzupassen. Bei intensiven Behandlungen wie Sauna oder Dampfbad muss die Konstitution des Herzens berücksichtigt werden. Und für Krebspatienten ist von Wechselbehandlungen und den meisten heißen Behandlungen abzuraten, da sie die Durchblutung steigern und die Wahrscheinlichkeit der Ausbreitung von Krebszellen erhöhen. Eine Ausnahme ist ein heißes Ganzkörperbad, das das Immunsystem stärkt.

Der Therapeut sollte ein gewisses Verständnis für die korrekte Anwendung der verschiedenen Behandlungen haben, da ein falsches Vorgehen möglicherweise die Wirksamkeit der Therapie zunichte machen oder andere unvorhergesehene Probleme verursachen kann. Zum Beispiel kann die Durchführung einer Behandlung in einem Raum mit Zugluft nachteilige Auswirkungen auf die Behandlung haben.

Unter Berücksichtigung dieser Vorsichtsmaßnahmen ist die Anwendung der Hydrotherapie ein sicheres Verfahren und verursacht keine negativen Nebenwirkungen für den Patienten. Im Gegensatz zu vielen anderen konventionellen Behandlungen arbeitet die Hydrotherapie mit den natürlichen Heilungsmechanismen des Körpers zusammen und stärkt lediglich das Immunsystem, den Kreislauf und andere Mechanismen, um dem Körper eine helfende Hand zur Selbstheilung zu geben. Lass uns nun einige spezifische Behandlungen und ihre Vorteile betrachten.

Heißes Fußbad

Dies ist eine der am vielseitigsten einsetzbaren Hydrotherapie-Behandlungen. Sie besteht darin, dass die Füße des Patienten in heißes Wasser gegeben werden, während der gesamte Körper in eine Decke eingewickelt wird. Dadurch wird die Körpertemperatur erhöht und das Schwitzen angeregt. Eine interessante Tatsache ist, dass die Durchblutung in den Füßen größer ist als in jedem anderen Teil des Körpers (deshalb ist es wichtig, die Füße warm zu halten), und die Anwendung von heißem Wasser an den Füßen wird die Durchblutung des gesamten Körpers beeinflussen.

Heißes Fußbad

Das heiße Fußbad ist eine ausgezeichnete Behandlung, die bei den ersten Anzeichen einer Erkältung oder Grippe angewendet werden kann. Da es zum Schwitzen anregt, kann es bei der Entgiftung des Körpers helfen und große Vorteile zum Beispiel bei der Raucher- und Koffeinentwöhnung bringen. Da es die Durchblutung des gesamten Körpers fördert, kann es sehr hilfreich bei der Behandlung von Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden und anderen Formen von Blutstauungen im Körper sein. Es lindert Müdigkeit und entspannt, ist sehr effizient bei Angstzuständen und anderen nervösen Zuständen und es hilft sogar bei der Linderung von Schmerzen im Körper.

Dampfbad

Ein Dampfbad ist sozusagen eine gesteigerte Version des heißen Fußbades. Das Schwitzen wird ebenso intensiviert wie die Stärkung des Immunsystems. Das macht es zu einer idealen Behandlung bei Erkältungen und Grippe. Die entgiftende Wirkung des Schwitzens ist eine weitere interessante Anwendung. Es ist sehr entspannend und daher hilfreich bei der Bekämpfung von Stress und Angstzuständen. Da es den Stoffwechsel erhöht, kann es ein Diät- und Bewegungsprogramm zur Gewichtskontrolle ergänzen. Es kann Schmerzen und Schwellungen bei Gicht und Arthritis regulieren. Das Schwitzen öffnet die Poren und reinigt die Haut. Die Wärme hilft, verspannte Muskeln zu entspannen und beschleunigt die Erholung nach einem Training.

Ein russisches Dampfbad kann mit einer elektrischen Heizplatte und einem Topf mit Wasser, das zum Kochen gebracht wird und Dampf erzeugt, selbst gemacht werden. Alles wird mit einer Decke abgedeckt, so dass ein Dampfzelt entsteht, das den Körper aufwärmt. Heutzutage gibt es günstige tragbare Dampfsaunen. Es gibt einige Optionen, um ein eigenes Gerät zu erwerben.

Tragbare Dampfsauna

Bei Personen mit Herzproblemen wie Angina pectoris, Herzschrittmacher und anderen sollte ein Dampfbad vermieden werden. Ebenso sollte man auch bei sehr hohem oder niedrigem Blutdruck, Diabetes und während der Schwangerschaft vorsichtig sein. Lege während des gesamten Bades ein kaltes Tuch mit Eiswasser auf die Stirn.

Wechseldusche

Eine abwechselnd heiße und kalte Dusche kann die Durchblutung des gesamten Körpers erheblich ankurbeln und hilft bei der Genesung von verschiedenen Erkrankungen. Es stärkt unsere Immunabwehr, was wiederum bei Erkältungen, Grippe und verschiedenen anderen Infektionen hilfreich ist. Es hilft auch, Muskelkater nach intensivem Training zu verhindern.

Wechseldusche

Die Behandlung ist einfach, man beginnt mit 3 Minuten heißem Wasser, so heiß, wie man es noch gut verträgt. Danach wechselt man zu 30 Sekunden bis 1 Minute mit kaltem Wasser. Anschließend wieder zu heiß wechseln, wobei die Temperatur noch ein wenig erhöht werden sollte. Man wird feststellen, dass die Temperaturtoleranz mit jedem Wechsel zunimmt. Mache bis zu 3 Wechsel und beende mit kalt.

Wechselbäder

Diese Behandlung besteht aus einem Bad von entweder Händen, Füßen oder dem Gesicht abwechselnd in heißem und kaltem Wasser. Hattest du schon einmal einen verstauchten Knöchel? Das ist mir schon einige Male passiert. Beim ersten Mal hannte ich noch keine Ahnung von irgendeiner Art von Behandlung und blieb zwei Wochen lang zu Hause, und danach war ich noch einen Monat lang mit Krücken unterwegs. Das zweite Mal, als es passierte, hatte ich gerade meinen Naturheilkundekurs beendet und bereitete mich auf die Heimreise vor. Am ersten Tag kühlte ich die Stelle mit viel Eis und bat sogar um einen Beutel Eiswürfel während des Nachtfluges im Flugzeug. Zu Hause angekommen, begann ich mit einem täglichen Wechselbad für die Füße, und nach einer Woche konnte ich wieder normal gehen.

Neben einem verstauchten Knöchel kann ein Wechselbad den Heilungsprozess jeder Verletzung, Infektion oder jedes Ödems beschleunigen. Ich habe die Heilung eines diabetischen Fußes gesehen, der zuvor jahrelang nicht abheilte (natürlich mit Vorsicht bezüglich der richtigen Temperaturen angewendet). Hat man ein gebrochenes Bein, kann man ein Wechselbad am gegenüberliegenden Bein machen und eine positive Wirkung auf die Durchblutung beider Beine haben, was den Heilungsprozess beschleunigt. Ein Wechselbad im Gesicht ist eine hervorragende Behandlung bei Nasennebenhöhlenentzündung und zeigt schnelle Ergebnisse wie nichts Vergleichbares. Ein Wechselbad im Beckenbereich kann bei Harnwegsinfektionen eingesetzt werden.

Heiße und kalte Wickel

Für Bereiche, die nicht mit Wechselbädern behandelt werden können, kann ein Wickel angewendet werden. Heiße Wickel setzt man zur Muskelentspannung ein. Ein heißer Wickel über der Wirbelsäule ist eine hervorragende Vorbereitung für eine Massage und kann bei Rückenschmerzen wahre Wunder bewirken.

Abwechselnd heiße und kalte Wickel können angewendet werden, um die Durchblutung zu fördern und können ebenso wie ein Wechselbad die Wundheilung beschleunigen, sowie bei Infektionen und Ödemen helfen. Manchmal kann es auch bei Nervenschmerzen helfen. Weiterhin kann man Wechselumschläge auf bestimmten Organen anwenden, um deren Funktion zu verbessern. Bauchspeicheldrüse und Leber sind gute Beispiele. Wickel in der Mitte des Rückens, auf der Oberseite der Nieren können helfen, den Blutdruck in einer akuten Situation zu senken. Die Nebennieren sind verantwortlich für die Produktion der Hormone, die den Blutdruck regulieren, und das Auflegen von Umschlägen wird sofortige Ergebnisse zeigen.

Bei Atemwegsproblemen wie Husten, Bronchitis, Lungenentzündung oder Asthma können heiße und kalte Wickel auf der Brust den Heilungsprozess beschleunigen. Es gibt eine Modalität, die man als „revulsive Behandlung“ bezeichnet, bei der man eine heiße Kompresse auf den Rücken, eine abwechselnd heiße und kalte Kompresse auf die Brust und ein heißes Fußbad anwendet, alles zur gleichen Zeit. Diese Behandlung braucht allerdings ein wenig Übung, um richtig durchgeführt zu werden.

Eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten

Wir haben hier nur einige der wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten aufgeführt. Wir könnten noch über einen erwärmenden Wickel, eine kalte Lakenpackung, eine Dampfinhalation, eine kalte Abreibung, eine Eismassage und einige andere Möglichkeiten berichten. Ich denke aber, dass es ausreichend war, um die Vielfalt der Anwendungen zu veranschaulichen, die die Hydrotherapie zur Heilung von Krankheiten und zur Wiederherstellung unserer Gesundheit haben kann. Richtiges Wissen und Übung können die Wirksamkeit dieser einfachen Wasseranwendungen vervielfachen. Jeder sollte über die richtige Anwendung dieser Behandlungen Bescheid wissen, die sich für einen selbst oder einen Angehörigen als lebenswichtig erweisen können.

Ein Dampfbad - Der Kopf bleibt außerhalb der Dampfkabine

Meine Freunde vom Ausbildungsinstitut LIGHT haben einen hervorragenden Hydrotherapie-Ausbildungskurs zusammengestellt. Dieser schult in der richtigen Anwendung von 12 verschiedenen Hydrotherapie-Verfahren, zusammen mit ihren Indikationen und Kontraindikationen. Man sieht in 11 Videos Schritt für Schritt, wie die Behandlungen richtig angewendet werden. In diesem Kurs stecken über 75 Jahre praktische Erfahrung, die im Wildwood Lifestyle Center bei der Anwendung von Hydrotherapie-Anwendungen für verschiedene gesundheitliche Probleme gesammelt wurden. Dieser Kurs ist bis jetzt auf Englisch verfügbar. Beginne noch heute damit, diese essentiellen und vielseitigen Behandlungsmöglichkeiten für dich selbst zu erlernen.

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Martin Neumann

Martin Neumann hat in 1998 in Wildwood Lifestyle Center & Hospital an einen Kurs für Gesundheitsberatung teilgenommen. Seitdem hat er rund um die Welt Vorträge und Kurse über gesunde Lebensweise und natürliche Heilmethoden gehalten. Er ist der Gründer von dem Abundant Health Netzwerk.

Referenzen

↑1https://en.wikipedia.org/wiki/Latent_heathttps://en.wikipedia.org/wiki/Latent_heat
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↑4Silke Schmidt. Fevers can have some cool benefits. ScienceNews for Students, March 20,2019
↑5Elevated body temperature helps certain types of immune cells to work better, evidence suggests.ScienceDaily, December 13, 2011
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↑9Buijze GA, et. al. The Efect of Cold Showering on Health and Work: A Randomized Controlled Trial. PLoS One. 2016 Sep 15;11(9):e0161749

Ein Artikel von RundumGesund.org

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